IMS Studie

Integrierte Managementsysteme gewinnen an Popularität

Dies ist das Ergebnis des Ergebnisberichtes 2012 der DQS. Diese Studie fasst die Ergebnisse einer nicht repräsentativen Umfrage in deutschen Unternehmen zusammen, in der nach der Umsetzung integrierter Managementsysteme (IMS) gefragt wurde.
IMS bedeutet: verschiedene Managementsysteme zusammenführen und als QM-System nutzen. Inwieweit dies in Betrieben vollzogen wird, wurde im November dieses Jahres stichprobenartig bei 206 Führungs- und Fachkräften aus Unternehmen aller Größen angefragt, mehrheitlich aus dem produzierenden Gewerbe, aber auch aus dem Handel- und Dienstleistungssektor.

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Über 90 % aller Betriebe nutzen QM-Systeme, generell bezogen auf Qualität, Umwelt und Arbeitsschutz. Hierbei findet häufig eine parallele Anwendung mehrerer unterschiedlicher Systeme statt, die Zeit und Ressourcen raubt, etwa durch doppelte Dokumentationen, Schnittstellenprobleme und Audits. Nur 17 % der Befragten haben keine Probleme mit parallel angewandten Systemen.
Im Gegenzuge wenden beinahe 90 % der Unternehmen bereits IMS ansatzweise oder vollständig an bzw. planen den Einsatz. Hierbei nimmt das produzierende Gewerbe den ersten Rang ein. Die Wahl der IMS fällt zumeist auf Systeme wie TS 16949, EN 9100 oder IRIS. Ein Drittel der Befragten nutzt schon seit etwa acht Jahren ein IMS.
Generell ist eine Person zentral für die Steuerung des Systems zuständig, die zumeist aus der oberen oder mittleren Führungsebene stammt – zumindest im produzierenden Gewerbe. Im Dienstleistungssektor ist dies nur zu ungefähr einem Drittel der Fall.
Die Mehrheit der Befragten sehen die hauptsächlichen Vorteile eines IMS in der verbesserten Transparenz, der optimierten Schnittstellen und in einer höheren Identifikation der Beteiligten. Der Arbeitsaufwand wird ebenso reduziert wie die Dokumentation. Abläufe und Regeln lassen sich vereinheitlichen und die unterschiedlichen Abteilungen kooperieren besser.
Um ein IMS erfolgreich einzuführen, bedarf es für die meisten Unternehmen eines systematischen und nachvollziehbaren Aufbaus sowie einer strukturierten Vorgehensweise, zum Beispiel PDCA (plan, do, check, act). Auch muss sich das System gut an die eigene Organisationsstruktur anpassen und gegebenenfalls für weitere Managementsysteme ausbauen lassen.
Ist dies der Fall, beurteilen kleinere Betriebe ein IMS vor allem bezüglich der Kundenzufriedenheit positiv, während größere Unternehmen und das produzierende Gewerbe die Rechtssicherheit oben ansiedeln.
Interessant ist, dass nur 16 % der Befragten mögliche Kosteneinsparungen als Grund angeben ein IMS aufzubauen – wenn die anderen Vorteile überwiegen, spielen die Kosten keine Hauptrolle, weshalb weniger als die Hälfte aller Befragten eine genaue Effizienzmessung des Systems vornehmen.
Eine noch verbleibende Herausforderung ist die optimale Einbindung aller Unternehmensebenen in ein IMS. Deshalb lohnt sich eine Effizienzmessung, da sie die Vorteile dieses Systems hervorhebt und für alle Beteiligten nachvollziehbar macht.
Studie: http://www.dgq.de/z/advent/ims-studie.pdf


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